Roland VP-300: Aufwickelvorrichtung Textbroker: Neue Funktionen
Jul 31

Einleitung

Weblogs erfreuen sich einer stetig wachsenden Beliebtheit. Dies ist vor allem der fortschreitenden Entwicklung auf dem Gebiet der Weblog Publishing Systems (Weblogsoftware) in den letzten Jahren zu verdanken, die es jedem Internetnutzer sehr einfach machen, eigene Inhalte im Netz zu publizieren.

Ein Weblog Publishing System ist dabei im Kern nichts anderes als ein Content Management System (CMS), wie es auch für komplexe Websites Verwendung findet, jedoch in seiner Funktionalität auf das Wesentliche Beschränkt ist.

Die Software Wordpress ist einer der beliebtesten Vertreter dieser Gattung und wird in vielen erfolgreichen Weblogs eingesetzt. Seine Beliebtheit beruht neben der Einfachheit der Installation, Administration und Nutzung unter anderem auch darauf, dass es unter der sogenannten GNU General Public License (GNU GPL) lizensiert ist und damit als »Freie Software« von Jedermann nicht nur kostenlos genutzt, sondern auch an die eigenen Wünsche angepasst werden kann. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass laut GNU GPL die vorgenommenen Änderungen wieder der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden müssen, was jedoch auch als Vorteil gewertet werden kann, da auf diesem Weg Verbesserungen jedermann zugänglich werden.

Geschichte

Der Chefentwickler von Wordpress ist Matthew Mullenweg. Dessen Freundin war es auch, auf die der Name der Software zurückgeht. Wegen des offenen Entwicklungsmodells der GNU GPL (siehe oben) haben sich daneben über die Jahre sehr viele weitere Menschen an der Entwicklung der Software beteiligt. Die Urspünge der Entwicklung gehen auf die Software »b2cafelog« von Michel Valdrighi (heute Mitarbeiter bei Wordpress) zurück, als deren offizieller Nachfolger Wordpress ursprünglich angetreten ist. Die erste Version erschien als ein »Fork« (so wird in der Sofwareentwicklung eine Abspaltung eines bestehenden Projekts bezeichnet) davon im Jahr 2003. 2004 erreichte die Software ihren vorläufigen Durchbruch, als die Konkurrenzsoftware »Movable Type« der Firma »Six Apart« auf eine kommerzielle Lizenz umgestellt wurde und in der Folge viele Nutzer an Wordpress verlor. Seitdem wird Wordpress kontinuierlich weiterentwickelt und hat dabei erheblich an Funktionsumfang zugenommen.

Einige Beispiele:

- Mit der Version 1.2 kam eine Plugin-Unterstützung hinzu, so dass in der Folge zusätzliche Funktionalität einfach hinzugefügt werden konnten, ohne in die eigentliche Software eingreifen zu müssen

- Seit der Version 1.5 ermöglichen »Themes« eine komfortable Anpassung an eigene Bedürfnisse

- Die Version 2.0 bringt einen WYSIWYG-Editor (What you see is what you get, also die einfache Eingabe von Texten ähnlich einer Textverarbeitung, ohne Kenntnisse in HTML vorauszusetzen)

- Die Version 2.1 bietet XML-Im- und Export

- Die aktuelle Version 2.2 (Stand: August 2007) bringt einen verbesserten Editor (funktioniert nun auch mit dem Apple-Browser Safari), einen neuen Importer, verbesserte ATOM-Unterstützung und viele Fehlerbereinigungen

- Technisch gesehen befindet sich Wordpress heute auf dem Weg weg vom sehr einfach gehaltenen Weblog hin zu einem etwas aufwändiger gestaltetem Content Management System (siehe oben), mit dem auch die Verwaltung komplexerer Websites in Angriff genommen werden kann. Dies wird vor allem durch die Funktion »Pages« in der Version 1.5 deutlich, welche neben der in Weblogs üblichen chronologischen Aktualisierung (die neuesten Beiträge stehen hier üblicherweise immer oben, alte Beträge »verschwinden mit der Zeit auf weiter >hinten< liegende Seiten«) erstmals auch die Verwaltung statischer Seiten außerhalb eben dieser Chronologie ermöglicht.

Technik

Wordpress ist in der Programmiersprache PHP (steht für Hypertext Preprocessor) geschrieben und läuft innerhalb eines Webservers, etwa dem »Apache«. Zusätzlich benötigt Wordpress eine MySQL-Datenbank und ist damit nicht uneingeschränkt auf jedem heute angeboteten Webspace zu installieren, da eine Datenbank nicht unbedingt zu der Standardausstattung der Webhoster gehören. Wenn man sich (deshalb) gegen eine (ansonsten ausgesprochen einfach zu bewältigende) eigene Wordpress-Installation entscheidet, besteht alternativ die Möglichkeit, sich einen Provider zu suchen, der einem fertige Wordpress-Installationen zur Nutzung anbietet.

Zusammenfassung

Mit Wordpress steht dem Blogger heute ein einfaches und dennoch komplexes Werkzeug zur Verwaltung seiner Weblogs und zunehmend auch komplexerer Websites zur Verfügung, welches den zusätzlichen Vorteil bietet, nicht nur kostenlos sondern darüber hinaus auch »frei« zu sein. Somit dürfte einer kontinuierlichen Entwicklung, Bereinigung von Fehlern und Erweiterung der Leistungen nichts im Weg stehen – nicht zuletzt deshalb, weil man aufgrund der Offenheit des freien Entwicklungsmodells jederzeit selbst aktiv in den Prozess einzugreifen berechtigt ist.

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